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Was die Wanderruderer 2011 so alles machten…

10.01.2012 10:37 von Helmut Hengstler

Eine besonders beliebte Veranstaltung ist das kostümierte Fasnachtsrudern am Fasnachtssamstag mit dem Achter „Niederburg“ und anderen Booten. Die Tradition geht auf das Jahr 1993 zurück als unter der Präsidentschaft von Helmut Hengstler der neu beschaffte C-Achter der Werft Schellenbacher auf den Namen „Niederburg“ getauft wurde. Die Narrengesellschaft übernahm die Patenschaft und die neue „Niederburg“ wurde am 3.9.1993 durch das Burgfräulein der Niederburg Katja Pulido unter Beteiligung des Dreizehnerrates und des Fanfarenzuges der Niederburg getauft. In diesem Zusammenhang wurde von uns das Gelöbnis abgegeben, die Niederburg an der Fasnacht immer mit einer kostümierten Mannschaft aufs Wasser zu bringen. Gleichzeitig wurde eine jährliche Ausfahrt in der „Niederburg“ von Niederbürglern und Neptunern vereinbart.

So halten wir es jedes Jahr. Im Anschluss an die Ausfahrt an Fasnacht gibt es anschließend einen närrischen Hock mit verschiedenen Beiträgen und Ordenssegen.

Eine Tagesfahrt auf dem Neckar ab Marbach durch eine wunderbare Landschaft, begleitet von Marbacher Ruderfreunden war ein schönes Erlebnis. Allerdings musste man in den Schleusen ganz schön aufpassen. Bei Flussfahrten mit vielen Schleusen und dem dadurch bedingten Zeitaufwand merkt man erst wie komfortabel wir in unseren heimischen Gewässern rudern können. Die Marbacher waren dann auch bei uns auf ein Wochenende zu Gast und die Reichenau-Umfahrung mit schönem Picknick hat sie sehr beeindruckt.

Beeindruckt hat uns auch eine Ausfahrt auf Zürichersee in einem Skull-Achter. Ein tolles Erlebnis! Mit Züricher Ruderern haben wir seit einiger Zeit gute gegenseitige Kontakte. Die Züricher haben mit uns nicht nur eine schöne Ausfahrt unternommen sondern uns nach der Ausfahrt ein wunderbare Frühstück serviert und dann sehr fachkundig die Altstadt gezeigt. Klar, dass wir auch die Züricher beim Besuch bei uns verwöhnt haben mit einer Fahrt runde um die Reichenau und Picknick an der Sandseele.

Ein nachhaltiges Erlebnis war die Teilnahme an „Rudern und Jazz“ in Fontainebleau mit einer landschaftlich sehr schönen Ausfahrt auf der Seine und einem Seitearm, dem Besuch des Django Reinhardt Jazz-Festivals und der Teilnahme am „Fête en Blanc“ in Bourron. Rund 400 Personen fanden sich bei Einbruch der Dunkelheit in weißer Kleidung zu einem festlichen Bankett (alles in weiß) bei Kerzenlicht im Schlosspark ein und feierten, tafelten und pokulierten vom Feinsten vor dem beleuchteten Schloss bei barocker Bläsermusik.

Zu den traditionellen Wanderfahrten gehören jeweils von Freitagmittag auf Samstagmittag (weniger als 24 Stunden mit Übernachtung) die Fahrten nach Radolfzell mit Zeller See und Rhein bis Hemmenhofen und Überlingen mit der Umfahrung des Überlingersees.

Immer wieder schön ist es in Starnberg. Traditionell beginnen wir am Freitagabend mit einer Wallfahrt auf den Heiligen Berg in Andechs und lassen uns von den dortigen Tafelfreuden der Mönche verwöhnen. So ging es dann gut aufgebaut am anderen Morgen zur Ausfahrt auf den Starnbergersee. Bei Berg auf der anderen Seeseite hielten wir kurz am Ludwig II gewidmeten Kreuz unterhtagalb der Gedächtniskapelle im Wasser an. Hier fand der Märchenkönig seinen Tod.

Da allerdings nur bedingt gutes Wetter war kürzten wir die geplante See-Umfahrung ab. Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Der Besuch im Lothar Buchheim Museum hat uns alle sehr beeindruckt und am Sonntagmorgen war nochmals Rudern angesagt.

Schaffhausen ist diesmal in sehr guter Zeit gelaufen. Zuerst bis nach Ermatingen Nebel, dann heiter und nach einer Kaffee-Teepause in Steckborn und dem Picknick in Stein am Rhein ging es dann unterstützt von der Strömung zügig weiter durch die herbstliche Flusslandschaft nach Schaffhausen. Es hat sich bewährt, dass wir am ersten Tag nach einer Pause in Schaffhausen die Boote bis „Schupfen“ zurückrudern und von dort am anderen Tag zurück rudern. Da gibt es dann aber immer noch viel zu tun und manchmal glaubt man, man kommt nicht vom Fleck. Aber es ist am Neptunsteg dann wieder ein gutes Gefühl es wieder einmal geschafft zu haben. Der Konditionstest ist bestanden!

Neben den Wanderfahrten haben wir natürlich fleißig auf unseren Hausstrecken gerudert und zwei wunderschöne Mondscheinfahrten erlebt. Viele von uns haben ihre Kilometerbilanz im Jahr 2011 deutlich ausgebaut. Dass Birgit Fuchs eine Extremruderin ist, bedarf bei 4.455 km keiner weiteren Erläuterung, aber es gibt dieses Jahr doch einige, die die 1000-km-Marke überschritten haben:

Helmut Hengstler 2377 km, Eike Breetsch 2199 km, Monika Frey 2036 km, Anke Keppler 2009 km, Elke Hengstler 1199 km, Volker von Platen1197 km, Ursula Neuss 1194 km, Susann Sprondel 1015 km. Das ist eine gute Zielvorgabe für 2012 und alle die in der Nähe von 1000 km waren, können sich ermuntert fühlen, diese Marke zu knacken. Aber, es machen ja nicht nur die Kilometer, es sind die vielen kleine Dinge die man sieht und erlebt und die Bewegung in frischer Luft in gleichmäßigen ergonomischen Abläufen in einer wunderbaren Landschaft mit schönen Stimmungen und Naturerlebnis und wenig Zeitaufwand die das Rudern so wertvoll machen. Eigentlich geschenkte Zeit…

Mit guten Vorsätzen in das Jahr 2012…

Das Programm für 2012 ist auf der Neptun Homepage hinterlegt.

 

Und hier kann das Jahr noch einmal in Bildern nachvollzogen werden:

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